KI kann beim Schreiben selbstverständlich hilfreich sein. Aber: Immer mehr öffentlich einsehbare Texte lesen sich plötzlich gleich – und sind damit austauschbar, weil sie nicht mehr nach der Person klingen, die sie postet oder verschickt.
Auslöser für diese Folge war ein Newsletter, über den ich mich bis vor Kurzem gefreut habe: Ich hatte beim Lesen immer ein bisschen das Gefühl, die Unternehmerin persönlich zu kennen, obwohl wir uns nie begegnet sind. Und dann öffne ich die neueste Mail von ihr, lese den ersten Satz – und merke sofort: Ihre markante Stimme ist weg! Stattdessen erkenne ich Formulierungen, Strukturen und Muster, die mir inzwischen überall begegnen und bei denen ich mich frage, ob die jeweilige Person eigentlich merkt, dass sie sich damit keinen Gefallen tut.
In dieser Episode rede ich deshalb übers individuelle Wording, über die eigene sprachliche Handschrift und darüber, warum deine Worte ein wichtiger Teil deiner Positionierung sind. Kurz gesagt: Wie genau du schreibst, welche Wörter du verwendest, welche Formulierungen zu dir passen und welche eben nicht, erzählt immer etwas über dich, deine Haltung, deine Werte und deine Persönlichkeit.
Ich verrate, woran ich generische KI-Texte inzwischen erkenne, welche Satzmuster mir gerade ständig begegnen und aus welchem Grund die wichtigste Frage beim Überarbeiten nicht die ist, ob ein Text wie eine Werbebotschaft klingt.


